Adivasi-Koordination

Solidarität mit
Indiens
Ureinwohnern

Bilder

An dieser Stelle soll die Vielfalt der Ureinwohner- und Stammesvölker des indischen Subkontinents dokumentiert werden – mittels eigener Bilder und durch Verlinkung auf entsprechende Websites:

www.rainerhoerig.com

Rainer Hörig, Mitglied der Adivasi-Koordination, lebt und arbeitet seit Ende der 1980er Jahre in Indien. Für seine Reportagen und Features unternimmt er häufig eigene Recherchen im Land. Mit seiner Website www.rainerhoerig.com präsentiert er Veröffentlichungen aus Presse und Hörfunk in Deutschland sowie ein umfangreiches Bildarchiv.

Die Messinggießer von Bastar, Chattisgarh

Die Messinggießer von Bastar sind überwiegend Adivasis, allerdings mit einem anderen kulturellen Hintergrund als die von Chotanagpur. Auch in dieser Region wird seit Jahrtausenden mit Eisen und Messing gearbeitet, was heute mit dem Stahlwerk in Bhilai bei Raipur in Chattisgarh weiter geführt wird. Dr. Jagdev Baghel in Kondagaon ist einer der führenden Kunsthandwerker, der nie eine Schule besucht hat und dem wegen seiner herausragenden Arbeiten die Ehrendoktorwürde der Universität Raipur verliehen wurde. Außerdem war er schon in Kanada, Australien und anderen Ländern, um über seine Arbeit zu berichten.

Das Handwerk wird wie üblich in der Familie seit Generationen weitervererbt. Inzwischen hat Dr. Baghel als Meister seines Faches in seiner Stadt Dutzende von anderen angeleitet, so dass man Kondagaon gewissermaßen als Messing-Kunsthandwerker-Stadt ansehen kann. In vielen Häusern dort kann man Messinggießer und Eisenschmiede bei der Arbeit erleben und ihre Kunstfertigkeit bewundern. Ihr Stil und ihre Technik sind so eindrucksvoll, so daß es nicht verwundert, warum sie sich in den letzten Jahren in den Handarbeits-Emporien der Zentralregierung in Delhi, Kolkata und Mumbai einen wichtigen Platz gesichert haben.

Die Technik ist wie bei den Malhars in Chotanagpur die des Gießens mit einer verlorenen Form. Das heißt auf einen Lehmkern wird mit einer wachsartigen Masse die Figur modelliert. Danach wird das Ganze mit Lehm bedeckt und getrocknet. Beim Gießen muss zuerst das Wachs herausgeschmolzen werden. Danach wird der Hohlraum mit flüssigem Messing oder Bronze ausgegossen. Im Unterschied zu Chotanagpur, wo die Malhars Reismaße und kleinere Figuren gießen, werden in Bastar große Figuren gegossen bis zu einem Meter Höhe und mehr. Auch sind die Designs origineller und feiner ausgearbeitet. Schließlich werden in Bastar auch noch Bimetallfiguren gegossen. Das heißt es wird zuerst ein stilisierter Körper aus Eisen geschmiedet. Danach werden bestimmte Teile wie der Kopf, die Arme oder andere Teile mit der oben genannten Technik daran gegossen.

Das Ganze ist daher nicht nur grundlegend verschieden von Chotanagpur, sondern erfordert auch eine qualitativ andere Technik. Bei den großen Figuren kann man nicht von einer Stelle die gesamte Figur gießen, sondern es müssen mehrere Einfülltrichter an verschiedenen Stellen der horizontal liegenden Figur angebracht werden. Die großen Lehmfiguren brauchen außerdem Verstärkung mit Draht und anderen Stützen, so dass sie nicht zerbrechen. Der Lehm muss besonders zubereitet werden. Er besteht aus einer Mischung von Termitenerde und Reisspreu, so dass er eine ausreichende Festigkeit hat. Der Guss ist ebenfalls anders. In einem Tiegel werden Messingbrocken (Abfälle) erhitzt und das flüssige Messing oder die Bronze werden dann in die Trichter gegossen.

Der Freundeskreis Chotanagpur (www.chotanagpurgruppe.de) hat beschlossen, einige wenige der Bastar-Figuren zu importieren, um sie hier bekannt zu machen. Es sind keine Billig-Gegenstände, sondern der Arbeit und dem Wert entsprechende Kunst(hand-)werke. Sie können ab Ende 2006 über den Freundeskreis Chotanagpur bezogen werden.

Dieter Hecker

www.marcusleatherdale.com

I am a Canadian photographer who works exclusively with the Adivasis of India.I have a compound in Chhotanagpur, Jharkhand. From this locale I conduct expeditions all over Tribal India.I also have formed a Medical Care Team which provides operations for the local Tribals (mostly Mundas and Oraons).I will be showing my latest work in NYC this October at the John Stevenson Gallery…Called „Baigas“(this year’s work with the Baigas in Kawardha,Chhatisgarh.) November, I will be exhibiting photographs in Toronto and Zurich of the Marias Murias,Hos,Birhors, Santhals, Ghonds, Ratwas and Baigas. I also have work bases in NYC and Lisbon for production /publishing and gallery work.

Selbstdarstellung (e-mail 3.6.2003)

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